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Aktuelles von den Faltendackeln (von Erna Keck!)

Erna Keck - Original Italienischer Faltendackel

13.11.10:

Am 02.10.10 begann mein neues Leben. Frauchen holte mich zusammen mit Karlchen, ihrer Freundin Kornelia samt Rottibub Sam in Dreden von meiner Pflegestelle ab. Mein früheres Leben wird für mein Frauchen immer ein Geheimnis bleiben. Sie erfuhr nur soviel, dass ich eine Zeitlang in einem vermüllten Gelände ohne Strom und Wasser mit 60 anderen Kollegen gelebt habe. Der nahende Winter wäre für mich schrecklich gewesen. Ich muss immer wieder an meine armen Kumpels denken, die immer noch dort sind. Ich durfte mit einigen anderen Hunden das Gelände verlassen und wir bekamen eine Chance auf ein besseres Leben. Ich kam in eine Hundepension. Dort gab es regelmässig Futter, Streicheleinheiten und ich hatte eine eigene Unterkunft, aber auch nur draußen. Das alles wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit von den Leuten der www.molosser-vermittlungshilfe.de und den Tierschützern vor Ort (http://www.idosallatok.hu). Von da aus kam ich für kurze Zeit auf eine Pflegestelle in Dresden. Dann endlich konnte ich bei Katharina und Karlchen einziehen. Ich mochte die beiden gleich! Auch Kornelia und Sam waren mir sympathisch.

Frauchen hatte sich in mich verguckt, weil sie Bilder von mir gesehen hatte. Die Beschreibung der Hundepension überzeugte Frauchen vollständig. So konnte sie es kaum erwarten, bis ich endlich zu ihr ziehen konnte. Endlich war das geschafft.

Ich habe Frauchen nicht enttäuscht. Ich war von Anfang an sehr artig. Karlchen und ich verstanden uns prima. Es gibt zwischen uns keinerlei Futterneid oder Neid um Karlchens geliebte Plüschquietscheigel. Warum auch? Es gibt ja genug davon. Frauchen und auch das alte Frauchen (Frauchens Mama) fluchen ab und zu, weil sie immer Gefahr laufen, über diese Dinger zu stolpern.

Vormittags leiste ich nun Karlchen Gesellschaft, weil Frauchen ja Hundefutter verdienen muss und uns alleine lassen muss. Aber ab ca. 11 Uhr leisten wir dann Frauchens Mutter Gesellschaft. Auch bei ihr bin ich ganz brav. Ob der Hausarzt kommt, die Handwerker oder die Altenpfleger wir können uns benehmen. Frauchen ist auf jeden Fall total in mich verliebt. Sie sagt, ich bin so ein braver Hund und so unglaublich lieb und sensibel.

Von Anfang an war das "Luxusleben" für mich kein Problem. Autofahren, das Leben im Haus, Alleinebleiben. Ich habe noch nie was kaputt gemacht und habe noch nie bei Frauchen ins Haus gepinkelt (Pssst!! Einmal habe ich beim TA meine Marke hinterlassen, wie schon ein anderer Kollege vor mir und dann habe ich auch bei einer Bekannten von Frauchen kurz auf dem Teppich meine Botschaft hinterlassen....aber das ist ja "normal", oder???).

Ich laufe meistens frei (wir laufen fast immer mitten in der Pampa bzw. im Wald, wo keine Autos fahren). Ich weiß auch schon, dass es Leckerli gibt, wenn man zu Frauchen geht, wenn uns Leute entgegen kommen. Auch wenn ich Wildgeruch in die Nase bekomme, funktioniert das.

Anfangs wußte ich ja gar nicht, was das mit dem Gassigehen auf sich hat und ich fand das doof. Aber durch Karlchen habe ich ganz fix gelernt, wie interessant unsere heimische Tierwelt ist und ich muss auch schon mal genauer gucken, was Karlchen da wieder gerochen hat. Aber ich muss sagen, bisher waren mir Frauchens Leckerlis dann letzt endlich doch immer wichtiger. Selbst als uns neulich ein Rudel Rehe begegnete, bin ich zwar erstmal hinterhergedüst, dann doch zu Frauchen geeilt. Aber da sie so laut gerufen hatte, dachte ich, sie will mich verprügeln, so wie ich das früher oft erlebt hatte und ich habe mich erstmal geduckt. Aber statt Prügel gab es ganz, ganz viele tolle Leckerli, weil ich so brav gefolgt habe.

Anfangs habe ich ja oft gedacht, ich werde wieder gehauen und habe mich geduckt, wenn Frauchen den Arm hob oder etwas lauter wurde. 2 x hab ich mich so erschreckt, weil sie mich leicht anfasste, als ich gerade Gedankenverloren geschnuffelt habe und ihren Ruf deshalb nicht gehört habe. Ich dachte, ich kriege jetzt wieder Prügel. Ich habe geschrieen und bin weggerannt. Frauchen war dann ganz traurig. Mittlerweile weiß ich aber, dass mir hier nichts passiert und Frauchen ist auch ganz, ganz vorsichtig, damit ich nicht wieder an böse Dinge erinnert werde.

Und ich kuschel doch so gerne. Weil aber das Bett vor Frauchens Bett zu klein ist für uns drei zum Kuscheln soll nun ein größeres Bett gebaut werden. Frauchen hat schon einen guten Freund gefragt, ob wir sowas zu Weihnachten bekommen können. Ich glaube, es sieht gut aus. Ich freue mich schon sehr darauf. Momentan liege ich beim Kuscheln auf einer dicken Decke neben Karlchens Bett. Und Schlafen tue ich auf meinem Hundesofa. Das ist zwar superbequem, muss aber nachgebessert werden. Neulich bin ich runtergerutscht nachts im Tiefschlaf. Also hat Frauchen ein Brett vorgeschraubt, so dass ich jetzt wie in einer Kuhle liege. Doch sie sagt, die Couch ist zu hoch, so dass ich nicht bequem genug rauf und runter kann. Also werden noch die Füße abgesägt.

Ach ja, letzten Samstag hatte ich ein unangenehmes Erlebnis mit so einem schwarz-weißen Kollegen, den sie Border-Collie nennen. Der lief an unserem Grundstück vorbei. Frauchen meinte, ich müsse ihn kennenlernen, weil der so oft dort ohne Leine läuft. Doch dieser Kerl stürmte einfach auf mich zu und kroch mir ins Gesicht. Oh Mann, das war das so unangenehm...ich dachte, der will mich beißen. Die Menschen riefen ihn, aber er kam gleich wieder auf mich zugerast. Ich dachte nun, ich werde wieder zusammengebissen, wie so oft früher und lief ganz schnell weg. Doch der Kerl war schneller. Frauchen fing ihn aber ab und ich flüchtete zum Gartentor. Frauchen erzählte mir hinterher, dass der es nicht böse gemeint hat, sondern nur spielen wollte. Aber sorry! Der weiß wohl nicht, dass man erstmal ordentlich auf hündisch "Guten Tag" sagt und fragt, ob man spielen will. Frauchen sagt, der Border Collie hat nicht gelernt, "Guten Tag" zu sagen, weil er von klein auf in einer sog. Welpenschule war. Dort lernen Welpen nur, mit anderen zu spielen. So benimmt er sich nun bei allen Hunden. Echt doof sowas. Dem muss mal einer sagen, wie man sich benimmt, statt gesetzte Damen so in Angst und Schrecken zu versetzen. Seitdem bin ich ziemlich reserviert mit meinen Kollegen. Bisher bin ich ja zu jedem hin und habe mich höflich vorgestellt. Aber das mache ich nun vorsichtshalber erstmal nicht mehr. Obwohl ich sagen muss, dass alle Kollegen, die ich bisher in der Hundeschule von Frauchen kennengelernt habe, sehr nett zu mir sind.

So, nun wird es Zeit für das Nachtessen. Wir bekommen hier nämlich 3 x täglich was zu futtern. Da ich unterwegs soviel "kassiere", fallen meine Portionen zwar kleiner aus als die von Karlchen, aber ich werde schon immer gut satt Also abgenommen habe ich noch nicht, obwohl Frauchen meint, das wäre besser für meine Gelenke. Denn sie denkt - weil ich so komisch laufe - es wäre etwas mit meinen Vorderbeinen nicht in Ordnung.

3.10.11

Höchste Zeit, dass ich mal wieder berichte. Es ist viel Zeit vergangen, auch viel passiert. Gestern war mein Jahrestag. Seit 1 Jahr bin ich nun hier in Unterfranken. Und glaubt mir, ich werde soooo verwöhnt, das ist einfach genial. Ständig schmust entweder das alte Frauchen oder unser Frauchen mit mir und auch mit Karlchen. Es gibt super leckeres Essen, interessante Spaziergänge und wir haben tolle, weiche Betten. Alles Sachen, die ich vorher nie gehabt habe. Ich bin Tereza, Astrid und Grazi so dankbar, dass ich hier her durfte.....

So, nun zu meinem Bericht:

Karlchen hat mir viel beigebracht. Das wichtigste, das er mir gezeigt hat, sind die anderen Vierbeiner, die hier so in Wald und Flur herumlaufen. Die findet er total spannend und ich muss ihm Recht geben. Das sind sie. So gucke ich auch immer, ob man die Kerlchen nicht doch sieht. Man riecht sie bei uns ständig und man sieht sie auch ab und zu. Wir gehen ja jeden Morgen die gleiche Strecke Gassi und da begegnen uns einige Kaninchenfamilien. Sie haben keine Angst vor uns und lassen uns ziemlich nahe ran. Mittlerweile sind sie uns sehr vertraut und wir gucken zwar noch, aber hinterherrennen ist uns beiden zu doof. Bei den Rehen sieht es schon anders aus. Deshalb sind wir im Wald auch meist angeleint. Aber weil wir Rehe und ihre Gerüche so spannend finden, läuft Frauchen mit uns fast nur im Wald. Das macht echt Spaß. Blöd ist nur, dass wir nicht hinterherdüsen dürfen. Einmal habe ich Frauchen ausgetrickst und fand es total cool, mal zu gucken, wo die Rehe hinlaufen. Frauchen fand das nicht cool. Seitdem bin ich öfter angeleint als anfangs. Karlchen dagegen guckt ja wirklich nur dumm aus der Wäsche. Losdüsen tut er fast nie, ich habe es zumindest noch nie erlebt. Statt dessen setzt er sich sogar artig, wenn Frauchen das sagt. Na ja, Männer sind halt einfach nicht so dynamisch wie wir Frauen. Frauchen sagt, dass die Rehe Angst bekämen. Das ginge nicht. Schade.....das gleiche gilt für Igel. Die sind ja nicht schnell. Aber hoch interessant. Leider dürfen wir auch da nur gucken. Dabei sind Igel doch in Wirklichkeit nur Spielzeugbälle, die es uns durch ihre Stacheln nur etwas schwerer machen wollen. Komisch, Frauchen sagt, die darf ich nicht zum Spielen verwenden. Karlchen akzeptiert das und "vergnügt" sich stattdessen mit quietschenden Plüschigeln. So ein Weichei......das ist doch keine Herausforderung. Aber naja, dann lasse ich die Igel halt in Ruhe, zumindest solange Frauchen guckt.....

Ja, leider gab es Anfang des Jahres eine Zeit, da hat mein Frauchen und ich befürchtet, dass ich bald Witwe bin. Bei Karlchen könnt Ihr die ganze Geschichte nachlesen.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, Karlchen zu haben. Er ist so lieb zu mir. Er kontrolliert immer, ob alles bei mir o.k. ist. Er gibt mir auch schon mal ein Bussi und putzt kurz meine Ohren. Zudem darf ich mit ihm kuscheln und mich an ihn legen. Echt schön. Wir streiten nie. Nicht um Spielsachen (ist mir eh zu kindisch, diese Plüschspielzeuge) und auch nicht um Futter. Nur ab und zu beschwert sich Karlchen, wenn ich mich auf ihn lege.

Ich selbst war auch einige Male krank. Im Frühjahr hatte ich plötzlich Fieber und war ganz matt. Frauchen ist natürlich gleich in die Tierklinik. Dort kam ich an die Infusion und bekam Medikamente. Nach wenigen Tage war ich wieder die Alte. Aber Frauchen und auch der Tierärztin kam das komisch vor. Also wurde mein Blut auf alles mögliche untersucht. Die Tierärztin bestand auf einen Anaplasmosetest. Der war zu aller Erstaunen positiv. Anscheinend hat mich eine unterfränkische Zecke krank gemacht. Denn kurz nach meiner Ankunft bei Frauchen war das alles schon mal mit negativen Ergebnis untersucht worden. So musste ich wochenlang Antibiotika schlucken. Doch es hat sich gelohnt. Bald brachte ein erneuter Test einen negativen Befund, also gesund.

Kaum war das überstanden, kamen zwei andere Unfälle. Ganz blöd, muss ich schon sagen. Beim Fressen bin ich in der Küche auf den Fliesen ausgrutscht, weil ich mich vor dem Klappern und dann dem Hängenbleiben meines Halsbandes am Napf erschrack. Dabei habe ich mir eine schmerzhafte Prellung zugezogen. Beim Hinlegen tat das dann saumässig weh. Nach ein paar Tagen Rimadyl war das aber auch überstanden. Frauchen hat sofort einen Teppich gekauft und in die Küche gelegt, damit ich nicht mehr ausrutschen kann und hat einen anderen Napfständer besorgt. Kaum war das überstanden, habe ich allergisch auf ein hömopathisches Augenmedikament reagiert. Frauchen glaubte, meinen etwas entzündeten Augen damit helfen zu können. Das Gegenteil war der Fall. Echt übel, diese Geschichte. Da ich dann auch noch mit der Pfote dran ging, verletzte ich mir selbst meine Hornhaut. Sagt jetzt bloß keiner, wie man so doof sein kann. Es hat halt furchtbar gejuckt. Deshalb verpaßte mir Frauchen einen Halskragen aus Schaumstoff. Uff, bis das endlich besser wurde. Ich hoffe nur, dass mir solche Ungeschicklichkeiten in Zukunft erspart bleiben, kann ich echt drauf verzichten.....

Guckt mal, es gibt wieder einige neue Bilder. Ja, wundert Euch nicht, dass ich auf fast allen Bildern schlafe. Frauchen hat eine Schwäche für schlafende Faltendackel und ist schlicht zu faul, beim Gassigehen den Foto mitzunehmen, zumal es im Wald meist eh zu dunkel ist....

29.09.2012

Es wird höchste Zeit, dass ich mal wieder was schreibe.

Leider gibt es einiges Trauriges zu berichten.

Bis vor einigen Wochen haben mein LAG Karlchen und ich ein tolles faules Leben und durften tagsüber beim alten Frauchen faulenzen, bekamen unsere gewohnten Mahlzeiten, hatten freien Gartenzugang und konnten bei schönen Wetter im Hof oder Garten chillen! Nachmittags waren wir wieder mit unserem Frauchen zusammen. Abends ging es meist ins Büro zum Arbeiten.

Karlchens Arthrosen in Knie und Ellenbogen werden leider immer schlimmer und selbst die Schmerzmittel helfen kaum noch. Frauchen hat sich deshalb im Mai dazu durch gerungen, eine sog. Schmerzbestrahlung in der TK Hofheim machen zu lassen, ähnlich der Krebsbestrahlung. Dazu musste er 3 x in Narkose. Leider hat es überhaupt nichts genutzt, obwohl die Statistiken besagen, dass es wirksamer wäre als Schmerzmittel... Wieder viel Geld und Belastung für Frauchen bzw. Karlchen, wieder eine volle Enttäuschung.... seine Verdauung ist auch nicht in Ordnung, nicht wirklich schlimm, aber es könnte besser sein. Nach gründlicher Untersuchung seiner Hinterlassenschaften ist klar, dass sich da Bakterien breit gemacht haben, die in der Menge dort nix zu suchen haben. Kein Wunder, dass Karlchen pupst wie ein Weltmeister und dass es in seinem Gedärm rumpelt und gluckert. Deshalb hat Frauchen wieder mal Frau Dr. Dillitzer (
www.futtermedicus.de) gefragt, was man tun kann. Sie hat Karlchen ein Gemisch aus Cellulose, Flohsamen und Pektin empfohlen. Wir sind alle gespannt, ob es hilft.

Ich dagegen kann nicht klagen. Meine "Unfälle" vom letzten Jahr haben sich bisher Gott sei Dank nicht fortgesetzt und ich flitze auch mal durch die Gegend, dass meinem Frauchen Angst und Bange wird und Karlchen mich immer "einfangen" will, was Frauchen aber verhindert, damit der arme Kerl sich nicht weh tut. Tja, aber ich bin weiß geworden im Gesicht. Sogar um meine Augen ist das Fell jetzt weiß. Frauchen findet das total charmant und liebenswert....na ja, ich weiß ja nicht. Alt auszusehen ist doch nur doof, oder???

Seit einigen Wochen verbringen wir unsere Tage aber nicht mehr unten beim alten Frauchen...wir haben sie gesucht, aber sie war einfach nicht mehr da. Jeden Tag haben wir geguckt, ob sie noch auf ihrer Couch sitzt. Nix, weg! Frauchen war ständig traurig... uns ist jetzt klar, es ist was Schlimmes passiert. Manchmal hat man aber auch Glück im Unglück. Sie heißt Petra und ist Frisörin. Sie hat einen Laden ganz in der Nähe von Frauchens Arbeitsplatz. Dort verbringen wir nun 3 von 5 Arbeitstagen. Im Büro. Wir haben alles im Blick und sehen, wer da so kommt und geht. Wollen wir schlafen, gehen wir auf unsere weichen Matten und dösen. Wenn Petra mal keinen Kunden hat, kommt sie und massiert uns. Das tut gut. Sie kann das! Frauchen ist so glücklich, dass sie im Juli Petra auf dem Fest eines Tierschutzgnadenhofes kennengelernt hat. Sie hofft nun, dass Petra uns solange beherrbergt, bis sich eine andere Lösung gefunden hat.

Petra hat einen großen "Fehler" gemacht.....sie hat uns gestreichelt, damals auf dem Fest. Sie war total hin und weg, als sie uns sah. Da sind sie und Frauchen ins Gespräch gekommen. Und was soll ich sagen, mein Frauchen hat schon viel von Petra gehört, von anderen Leuten und sie hat sie auch mal gesehen, vor 1 Jahr. Da ist Petra mit einem Lastenfahrrad unterwegs gewesen und vorne drin saß eine Deutsche Dogge, total stolz wie Bolle, erzählte Frauchen. Und Petra hatte ordentlich zu strampeln. Leider hat Frauchen trotz Suche damals nicht herausgefunden, wohin die zwei gehörten. Jetzt weiß sie es. Petras Dogge Blümchen war das damals. Leider lebt sie nicht mehr. Aber sie hatte ein biblisches Alter! 12 Jahre. So alt sollen wir auch werden, sagt Frauchen! Na ja und die anderen beiden Tage (da hat Petra den Laden zu bzw. macht Hausbesuche) sind wir bei uns Zuhause. Aber keine Angst, wir sind nicht den ganzen Tag alleine. Wir liegen noch viel draußen auf der Terrasse, weil das Wetter ja so Klasse ist. Und um 11 Uhr kommt Monika. Auch so eine tolle Frau. Sie hat immer dem alten Frauchen geholfen im Haushalt, hat sie zu den zahlreichen Arztbesuchen begleitet usw. Wir kennen sie schon lange, eigentlich von Anfang an. Anfangs war Monika total ängstlich, als sie uns sah und wollte nichts mit uns zu tun haben. Monikahatte eine richtige Hundephobie. Und jetzt? Versorgt sie uns ganz alleine. Stellt Euch das mal vor! Wir - die "bösen" Hunde - haben einer Frau die Angst vor Hunden genommen. O.K., O.K, nicht vor allen. Aber vor uns hat sie keine Angst mehr. Sie bleibt dann immer 1 Stunde, lässt uns in den großen Garten, gibt uns essen und leistet uns noch ein bisschen Gesellschaft. Dann dauert es meist nur noch 2 Stunden, bis auch unser Frauchen wieder kommt.

Karlchen und ich müssen oft an das alte Frauchen denken. Wie es ihr wohl geht und was sie jetzt wohl macht? Frauchen sagte, es ginge ihr jetzt gut. Sie hätte keine Kreuz- und Knieschmerzen mehr. Sie hatte doch auch so große Probleme mit den Knochen....wir werden sie nie vergessen, versprochen! Und wir werden sie wiedersehen, irgendwann! Dann wird Karlchen ihr wieder das Gesicht "waschen", wie er es so oft gemacht hat...

01.04.2013

Leider gibt es auch heute keine guten Nachrichten. Ich muss demnächst unsers Messer, weil ein Zahn marode ist und raus muss. Drückt die Daumen, dass alles gut läuft. Das ist nichts gegen die Probleme von Karlchen und Frauchen. Karlchen hat schon länger eine defekte Herzklappe. Sie wird schlechter. Auch seine Arthrosen werden schlimmer. Er hält sich wacker, ist gut gelaunt und ist ein toller Ehemann. Manchmal wird er noch richtig munter und lebhaft. Da muss Frauchen ihn dann bremsen. Seit dem Tod vom alten Frauchen im Herbst sind wir mehr alleine. Bis zum Januar waren wir 3x die Woche bei Petra. Das geht aber nicht mehr. Karlchen hat zu oft rumgenölt und sich bei fremden Hunden im Laden aufgeregt. Jetzt sind wir jeden Tag daheim. Montags kommt Hala und kümmert sich so ne Stunde oder länger um uns. Hala kennt Frauchen von früher, sie hatte selbst Molosser, Bordeauxdoggen. Jetzt hat sie keine Haustiere mehr. Dienstag bis Donnerstag kommt "unsere" Monika, wie schon vorher. Und freitags haben wir jetzt Renate. Renate ist aus dem Nachbarort und hat sich auf eine der zahlreichen Anzeigen gemeldet, die Frauchen überall ausgehängt hat. Sie hat selbst auch keine Hunde mehr. Sie mag uns total und das merken wir natürlich auch. So ist unsere Woche "gesichert" und Frauchen kann beruhigt auf die Arbeit. Aber ach ja, da ist das nächste große Problem. Frauchen war in diesem Jahr schon 5,5 Wochen krank geschrieben und es werden weitere Wochen folgen. Sie wurde bereits 2x operiert und war da jeweils 2 Tage nicht da. In der Zeit waren Esther & Jörg (zwei Freunde aus der Hundeschule) bei uns und haben sich bestens um uns gekümmert. Leider muss Frauchen weitere OPs über sich ergehen lassen müssen. Esther und Jörg können uns nun nicht mehr versorgen, weil sie selbst wieder einen Hund haben und sich um diesen kümmern müssen. Nun versucht Frauchen andere liebe Hundemenschen zu finden, die die ein oder andere Nacht und den Tag bei uns verbringen. Mittlerweile ist ja auch wieder der lebende Stein (Schildkröte Trixi) von Frauchens Mutter wach. Auch diese will versorgt werden und die Meerschweinchen auch....Drückt uns die Daumen, dass Frauchen bald wieder gesund ist. Das einzig Gute daran ist, dass Frauchen nach den OPs wochenlang bei uns Zuhause ist.

Als ob das nicht reichen würde, hat Frauchen ja nun die Baustelle am Hals. Das Haus, in dem wir wohnen, wurde in den 60er Jahren gebaut und lange, lange Zeit wurde nichts mehr daran gemacht. Nun müssen Fenster, Heizung, Dach, Wasserleitungen, Heizkörpfer, Elektrik - eigentlich alles - erneuert werden. Zum Glück hat sie einen lieben Freund, der Bauingenieur ist - den Otto. Trotzdem muss Frauchen ja viel organisieren (das Finanzielle), einzelne Gewerke und vor allem die Abbrucharbeiten und das Entmüllen des Grundstücks. Frauchen kann nicht begreifen, warum ihre Eltern ihren Müll einfach nur ins Grundstück geworfen haben, statt ihn richtig zu entsorgen....

Ihr seht, die Zeiten sind nicht die besten. Drückt uns bitte die Daumen, dass bald alles besser wird.

01.11.2013

Das Jahr 2013 hätte ich gern aus unserem Leben gestrichen. Seit dem 30.10. bin ich Witwe. Karlchen ging es die letzten Wochen immer schlechter. Die Ärzte vermuteten das Herz. Allerdings glaubt das Frauchen nicht, weil das EKG sich durch die Medikamente gebessert hat. Aber Karlchen mochte nicht mehr essen. Hat am Schluss nur noch die allerbesten Leckereien genommen. Laufen wollte er auch nicht mehr, er hatte Schmerzen. Frauchen konnte ihn nicht mehr leiden sehen. Vorgestern kam dann einer der Tierärzte aus der Klinik (leider nicht "unsere" Theresa, die hatte frei) und Karlchen ging zu Benno, Paul, Berta und all die anderen.

19.06.2014

Karlchen fehlt mir sehr. Zwar habe ich in all den Monaten sehr viel Ablenkung gehabt. Frauchen ging oft mit einer Freundin zusammen Gassi, die eine nette Labbi-Mix-Dame und seit einigen Wochen eine freche junge Mixhündin aus Kroationen hat. Auch Lissy, die dreibeinige Schönheit aus Moskau begleitete uns in den letzten Monaten oft. Und stellt Euch vor, wir waren auch mal mit einem Großpony spazieren. Frauchen befürchtete, ich könnte dem Tier etwas tun, aber warum sollte ich? Schnell hatte ich Frauchen auch davon überzeugt und so konnte ich frei mit dem Pony mitlaufen. Einmal haben wir uns kurz mit Schnauzenkontakt begrüßt.

Frauchens Mieter nehmen mich mittlerweile auch viel mehr zu sich runter, wenn Frauchen Hundefutterverdienen geht. Ich bin dann entweder im Hof (das Wetter ist ja meist schön) oder in der Mieter-Wohnung. Auch bei den Mietern gab es "Familienzuwachs" in Form einer Jungkatze. Sie ist wunderschön, aber leider mir gegenüber sehr ängstlich. Wir haben immer mal wieder Kontakt und wenn ihre beiden Menschen dabei sind, ist sie auch mutiger und ich darf sie auch mal beschnuppern und "Guten Tag" sagen. Aber sie traut mir einfach nicht. Das kann ich so gar nicht verstehen, Frauchen hat ihren Mietern doch erzählt, wie nett ich mit der Katze von der Freundin mit den beiden Hundis aus Kroatien war. Die Katze mag Hunde und hat mich auch richtig begrüßt und ist mir um die Beine gestrichen. Da hab ich zwar erst mal dumm geguckt, aber das Essen in der Küche der Freundin war mir dann doch wichtiger.

Auch das Jahr 2014 ist kein Glücksjahr. Schon seit März letzten Jahres weiß Frauchen, dass ich Nebennierenrindentumore habe. Das haben sie zufällig herausgefunden. Bisher scheinen sie keine Probleme zu machen. Aber es gibt leider etwas anderes. Nun bin auch ich herzkrank. DCM und Mitralklappeninsuffizienz mit ventrikulären Extrasystolen. Das wissen wir nun seit einigen Wochen. Die Herzmedikamente scheinen das Gegenteil dessen zu bewirken, wie sie sollen. Ich bin nur noch müde, habe keine Lust mehr zum Gassigehen. Eigentlich wollte Frauchen mir einen neuen Partner in Form eines kleinen alten Hundes an die Seite geben. Aber sie findet zum einen nicht den richtigen Vierbeinern (der auch so lieb ist wie ich und mit allem verträglich), zum anderen müsste der sich nach mir richten und ob das dem anderen gegenüber fair ist?? Frauchen hofft nun, dass die Medikamente letztendlich doch helfen und ich wieder die alte werde.

23.10.2014

Es gibt soviel Neues, was eigentlich schon wieder was "Altes" ist. Stellt Euch vor, meine Herzerkrankung ist gar nicht so schlimm. Frauchen war mit mir extra bei einem der besten Kardiologen Deutschlands, in Hannover. Der sagte, ich hätte keine DCM. O.K. die Mitralklappeninsuffizienz ist da, aber ich brauche keine Medikamente. Und mir geht es wieder besser. Die Nebennierenrindentumore wurden im Juli kontrolliert und waren auch nicht gewachsen.

Frauchen hat im August eine freche kleine Mixhündin aus Spanien in Pflege gehabt. Die kleine freche Omi lebte schon lange in der Auffangstation und keiner wollte sie bis dahin haben. Sie kam ziemlich übel stinkend hier an. Frauchen und ihre Freundin Carmen (die mit den Kroatienhundis) haben sie gleich mehrmals gebadet. In den nächsten Wochen zeigte sie sich mir gegenüber aber ziemlich gemein. Sie giftete mich immer mal wieder an, vor allem wenn es um Futter ging. Das Verrückte war, dass einen Tag, nachdem Frauchen sie geholt hat, eine Hundefreundin vom Hundeplatz (auch eine Carmen) sich total in die Kleine verguckt hat. Also ich gebe es ja ungern zu, aber die kleine freche Kröte hat Charme. Und so lebt sie nun bei der anderen Carmen mit dem Jack-Russel-Terrier Timmi. Die beiden verstehen sich blendend. Ich weiß auch nicht, warum Pia (wir nannten sie Betty und in Spanien hieß sie Abuelita) mich nicht mag. Ich habe ihr nie was getan, ehrlich. Seit knapp 5 Wochen wohnt nun Babsi bei uns. Sie kommt aus Rumänien und dort nannten die Tierschützer sie Babush(c)a. Sie ist viel, viel sanfter als Pia, aber genau so ein Zwerg. Die beiden sehen sich schon recht ähnlich. Babsi ist zum Glück nicht futterneidisch, knurrt mich in letzter Zeit aber auch immer mal wieder an, wenn wir beide gestreichelt werden wollen oder wenn ich mich auf mein Bett legen will, auf dem sie schon liegt. Da ich keinen Streit will, gehe ich meist und lege mich auf ein anderes Bett. Irgendwie ist das seltsam mit den Zwergen. Ich glaube, denen bin ich einfach zu groß.

Frauchen hatte jetzt 3,5 Wochen Urlaub. Mensch war das toll! Sie war fast immer bei uns bzw. wir waren zusammen unterwegs. Toll war das. Dafür sind unsere Mieter ausgezogen. Die Katze auch. Das ging so schnell. Am 1. Urlaubstag hat es der Mieter meinem Frauchen gesagt und sie musste nun schnell neue Mieter finden, die sich auch um uns kümmern. Und jetzt ziehen wieder zwei junge Menschen ein, die haben zwei super nette Hundemädels. Eine Boxerfrau und deren Tochter, eine Boxer-Mix-Hündin. Die Menschen der beiden haben die Boxerfrau übernommern, weil der Besitzer sie loswerden wollte. Und was soll ich sagen, die Tochter, also die Boxer-Mix-Hündin ist total nett zu mir! Sie heißt Edina und gibt mir ständig Bussis und will mit mir spielen. Ich würde ja auch gerne, aber die Menschen lassen uns nicht. Sie sagen, meine alten Knochen würden nicht mitspielen. Ach Mensch, das ist doof! Ich würde so gerne spielen... Die Boxermama ("Lale") ist etwas reservierter und guckt mich auch manchmal etwas komisch an. Ich glaube sie ist eifersüchtig, weil ich mich so gut mit ihrer Tochter verstehe. Aber gut, das braucht jetzt alles seine Zeit. Noch sind die Leute ja noch gar nicht richtig eingezogen. Die Babsi findet die beiden Mädels doof, bellt ständig, wenn sie sie im Grundstück sieht. Aber Babsi muss sich daran gewöhnen. Vielleicht wird aber auch sie bald eine eigene Familie haben. Frauchen sucht jedenfalls nach Menschen, die Babsi für immer nehmen wollen. Also ich hätte kein Problem damit, wenn sie auszieht, wobei ich sie schon mag, aber halt lange nicht so, wie die Edina z. B. , oder die Bonny oder die Emma.....oder die Lissy...

30.12.2014

Nun sind die neuen Mieter bereits über 2 Monate in der Wohnung. Ich verstehe mich nach wie vor prima mit Edina und Lale, aber die beiden haben einfach zu viel Power für so eine alte Frau wie mich. Wir - also Babsi und ich - sind unter der Woche 4 x in der Mieterwohnung. Mir gefällt es total gut da. Man merkt einfach, dass die jungen Menschen (Adriane und Mark) den Umgang mit uns gewöhnt sind. Ab und zu kommen uns auch die beiden schwarzen Katzen besuchen. Wir sind total brav, weil wir ja wissen, dass die auch hier wohnen. Einmal hat sich eine der beiden sogar zu mir ins Körbchen gelegt. Leider gibt es dafür kein Beweisfoto. Echt schade, denn Frauchen wollte es gar nicht glauben. Ihr wundert Euch vielleicht, warum Babsi immer noch da ist?? Ich auch! Sie ist so ein netter kleiner hübscher und unkomplizierter Hund, aber es gab in den lezten 3 Monaten keine wirklichen Interessenten, obwohl Frauchen überall Aushänge gemacht hat und Mails an Bekannte. Bei den Aushängen fehlten auch viele Abreißzettel, aber niemand hat angerufen. Kurz vor Weihnachten hat sich ein älteres Ehepaar gemeldet, die Schiegereltern eines Arbeitskollegen von Frauchen. Obwohl alles gut aussah und die Leute auch kleinhunderfahren sind, haben sie letztendlich abgesagt. Ich meine, ich habe nichts gegen Babsi, sie ist echt nett. Doch irgendwie leben wir nebeneinander her. Wenn es so weitergeht, kann sich Frauchen nicht mehr von ihr trennen....

03.05.2015

Es ist wieder soooo viel passiert in den letzten Monaten. Ich kann Euch sagen, es wird nie langweilig. Aber der Reihe nach. Am 8.1.2015 war ein schlimmer Tag aber gleichzeitig mein 2. Geburtstag. Ich wäre fast gestorben, wenn Frauchen nicht so schnell reagiert hätte und wenn es da nicht die Tierärztin Theresa Englert gäbe, unsere "Haus- und Hoftierärztin" seit ich hier bin. An sich war es ein Tag wie jeder andere. Frauchen kam gegen 14:30 Uhr von der Arbeit und ging mit uns kurz den Waldweg hinter. Auf dem Rückweg wurde mir plötzlich ganz komisch und ich konnte mich nicht auf meinen Beinen halten, fiel um und rutschte auch noch den Hang runter. Frauchen kam mir zu Hilfe und gemeinsam kamen wir wieder auf den Weg. Doch nach ein paar Metern wurde mir wieder schwindelig und ich verlor das Gleichgewicht, rappelte mich aber gleich wieder auf. Frauchen begleitete mich die paar Meter zum Auto. Schnell ging es ab zum Tierarzt. Dort wurden wir bereits von Theresa Englert erwartet (weil Frauchen angerufen hatte). Mein Herzchen raste wie blöd und ganz ungleichmässig. Auf dem Ultraschalltisch fing plötzlich mein Oberbauch an aufzugasen und damit war klar: Magendrehung. Dann ging alles ganz schnell. Ich schlief erstmal. Als ich wieder aufwachte, ging es mir gar nicht gut, ich war in einer fremden Umgebung, aber mein Frauchen war zum Glück bei mir. Ich hing an so einem komischen Schlauch. Wir durften aber abends heim. Am nächsten Tag waren wir wieder in diesem Raum und ich hing wieder an so einem Schlauch. Da ging es mir schon etwas besser. Einige Tage später war ich fast wieder die Alte. Theresa sagte, wir brächten die ganze Statistik durcheinander, weil auch ich (wie Karlchen damals) die Magendrehung überlebt hatte. Normalerweise sterben 50 % der Hunde. Aber vor allem deshalb, weil die Hunde zu spät auf den OP-Tisch kommen. Bei mir war es so rechtzeitig, dass weder Magen, Darm noch die Milz Schaden genommen haben und ich mich deshalb so schnell erholte. Nur die Naht brauchte lange, bis sie abgeheilt war, anscheinend vertrug mein Körper das Material nicht. Ich hatte die ganzen Tage immer so einen schicken blauen Body an und draußen so ein gelbes Regenjäckchen, das falsch rum angezogen war, damit der Bauch tocken blieb. Es war ja Winter und ziemlich matischig draußen. Frauchen sagt, die Magendrehung habe sich angekündigt, genauso wie damals. Wochen lang habe ich abends nach der letzten Mahlzeit gezittert, weil mir urplötzlich schlecht war. Keiner konnte ihr erklären, warum. Sie hatte ja bei Theresa gefrat. Bei Karl war es genauso. Bei dem ging es sogar über Monate, bis dann die Magendrehung kam. Und nach der Magendrehung war das sowohl bei Karlchen, als auch bei mir vorbei. Abends ist mir nicht mehr übel.

In dieser schlimmen Zeit hat das kleine Babsilein sich hervorragend benommen. Sie hielt sich zurück und tat so, als sei sie nicht da und das obwohl sie ja viel weniger Auslauf bekam, öfter länger bei unseren Mietern war und von anderen Leuten (Carmen mit Bonnie und Emma) zum Gassigehen abgeholt wurde. Da lernte ich die Kleine zu schätzen. Außerdem hatte ich mich mittlweile total an die Kleine gewöhnt. Wir gucken nun auch, was der andere so macht, schnuffern uns ab. Alles sehr dezent, aber irgendwie gehörte sie nun einfach dazu. Deshalb war die logische Konsequenz, dass Frauchen im März zur Pflegestellenversagerin wurde, weil sie Babsi ganz vom Verein Casa Animalis e. V. übernahm. Unglaublich. Mein Frauchen hat den ersten Nicht-Molosser genommen! Guckt mal unter "Meine kleine 'Schwester' Babsi" und das nach Jahrzehnten der Hundehaltung

Aktuell hat Frauchen Urlaub. Aber trotzdem ist sie ständig am Herumwuseln und hat kaum Zeit, weil sie ständig irgendwo im Grundstück unterwegs ist. Stellt Euch vor, es sollen neue Mitbewohner hier einziehen: Hühner! Ja, Ihr habt richtig gelesen. Diese befriederten flattrigen Dinger, die sich so toll scheuchen lassen. Guckt doch mal bei "Rettet das Huhn e. V.", da sollen die neuen "Zweibeiner" herkommen. Bin schon sehr gespannt auf die Flattermädels....ich werde berichten.

11.07.2015

Nun sind sie seit 4 Wochen da. Die befiederten Zweibeiner, die Hühner. Sie heißen Annabell, Bärbel, Christl und Dörte. Ich kann Euch sagen, die haben vielleicht gestunken, als wir sie geholt haben! Und wie die aussehen! Total zerrupft, vor allem die 3 Braunen. Ich weiß nicht, ich glaube ich bin ein bisschen eifersüchtig. Frauchen ist oft bei den "Mädels", wie sie sie nennt. Die erste Woche waren sie nur im Stall und in der Voliere, damit sie sich eingewöhnen. Das ging recht schnell, meint Frauchen. Am 3. Tag ließ sich das zerrupfteste Huhn bereits anfassen, das ist die Dörte. Das ist Frauchens Liebling geworden. Aber mittlerweile lassen sich alle 4 anfassen und notfalls auch hochnehmen. Dörte und Christl haben da weniger Vorbehalte, als die beiden anderen. Seit 3 Wochen dürfen die Hühner nun auch in den großen Auslauf. Sie scharren, sie suchen nach Insekten, sie nehmen ausgiebige Sand- und Sonnenbäder. All das tun sie, obwohl sie das in ihrem 1. Lebensjahr nie konnten. Sie wissen genau, wie das geht und sie finden es toll.

Ich habe mich schon gewundert, warum Babsi so eine Angst vor dem Federvieh hat. Die sind doch klein! Sonst rennt Babsi doch auch hinter Tauben und Amseln her. Aber ich kann Euch sagen, seit heute weiß ich warum....Uhihiuhjjj! Die können böse werden! Letztes Wochenende durfte ich das 1. Mal mit zu den Mädels in den Auslauf. Ich fand sie spannend und wollte sie mal scheuchen. Aber das durfte ich nicht, ich war angeleint. Heute hat mich Frauchen ohne Leine reingelassen. Und soll ich Euch was sagen? Die freche Dörte ging auf mich los! 2x!! Ich wollte nur freundlich Hallo sagen und sie beschnuffeln, da hat sie nach meiner Nase gehackt. So ein garstiges Ding! Frauchen wollte mich beruhigen und meinte, die meint es nicht ernst. Die ist bestimmt nur eifersüchtig, weil sie nun nicht mehr alleine im Mittelpunkt steht. Also mir war das zu blöd, ich habe mich verdrückt. Babsi kriegt Frauchen überhaupt nicht in die Nähe der Mädels. Ich kann mir denken warum!!

Es gibt nun eine Rubrik mit Bildern der Mädels. Aber ich denke, viele Bilder mit Babsi oder mir und den Hühnern wird es nicht geben, so frech wie die uns gegenüber sind....da halte ich lieber Abstand.

Macht Euch selbst ein Bild. Ihr könnt sehen, wie Menschen uns Tiere und vor allem die sog. "Nutztiere" ausnutzen und entsorgen....Mir wird ganz schlecht. Am liebsten würde ich Vegetarier werden....

 

Eure Erna!